Footprint


Footprint bedeutet, angelehnt an seine Formen, Fußabdruck und stellt die Ausleuchtungszone der Satelliten dar. Damit ist die Empfangszone eines künstlichen Raumflugkörpers gemeint, beim Satelliten Internet also der Empfangsbereich, in dem über den Satelliten Daten empfangen und gesendet werden können.

Meist ist dies über eine grafische Abbildung veranschaulicht, bei der das Areal aufgezeigt wird, in dessen Grenzen ein Empfang unter Durchschnittsbedingungen von sehr hoher Qualität möglich ist. In manchen Grafiken ist dieses Gebiet auf eine bestimmte Antennengröße in Bezug auf die verschiedenen Satelliten ausgelegt, in Anderen wird auf einen Satelliten die Signalstärke beziehungsweise die Ausweitung dieser Empfangszone durch unterschiedlich große Antennen gezeigt. Sie werden oft verwendet um zu sehen, ob Signale eines Satelliten überhaupt in den gewünschten Gebieten der Erde überhaupt empfangen werden können. Diese Karten sind allerdings eher theoretischer Natur, da der Endnutzer mit seiner Wahl der Antennengröße im Endeffekt mitentscheidet, ob er die Signale erhält.

Beeinträchtigt werden könnte die Empfangsfähigkeit durch auf den Karten nicht berücksichtigte geographischen Bedingungen, entweder landschaftlich, zum Beispiel Gebirge, sozialgeographisch, der Unterschied von einer Kleinstadt zu einer Metropole kann sich da schon auswirken oder klimatisch, wie bei Schlechtwetterlagen. Zumal richtet sich der Empfang auch nach der Umlaufbahn des Satelliten, was zu bestimmten Uhrzeiten für das Zielgebiet trotzdem eine schlechtere Verwertung der Daten sorgen kann. Da kommt es in Horizonthöhe manchmal nur auf ein Hochhaus mehr oder weniger an. Dies kann in den Footprints nicht angezeigt werden. Simpel adaptiert auf eine gängige Situation, käme der Lichtkegel einer Taschenlampe mit seinem Schein, dem schon sehr nahe.

Im Zentrum ist das Signal gebündelt und stark, zum Rand der Ausleuchtungszone hin wird das Signal immer schwächer, bis hin zum kaum noch oder nicht mehr vorhanden sein. Dies ist durch die Bündelung des Strahls, der die Informationen in Richtung Erde sendet bedingt. Eine einfach formulierte Grundregel ist, dass der Sendesatellit theoretisch optisch erkennbar sein muss, dass heißt sich nicht hinter der Erdkrümmung befindet, von wo aus er nicht mehr erreichbar und somit auch nicht empfangbar ist. Durch die Erdkrümmungsberechnung und der Umlaufbahn des Raumflugkörpers können die Karten auf ihre Weise den Empfangsbereich abbilden. Sobald man mit einem viel größeren Spiegel, als die Karte der Ausleuchtungszone es anzeigt, hantiert und die vom Satelliten übertragenen Informationen erhält wird dies Out of Footprint Empfang genannt.