
Internetverbindung über Satellit
Allgemeine Informationen zum Thema Internetverbindung via Satellit
Eine Internetverbindung über Satellit ist heute noch lange nicht so verbreitet wie eine DSL-Leitung. Irgendwie auch verständlich, weil heute viele Haushalte über einen Telefon- und Kabelfehrnsehanschluss verfügen. Da ist es ja praktischer, wenn man das Fernsehen über das Kabel nutzen kann und bei einem Provider ein günstiges und schnelles DSL-Flatrate-Abo abschliessen kann. Was aber nun, wenn man über keine solche Anschlüsse verfügt, weil man in einer nicht erschlossenen Region wohnt? Hier besteht die Alternative, eine Internetverbindung über Satellit herzustellen.
Technik und Funktion
Bei der eingesetzten Technik für eine Internetverbindung über Satellit wird ein satellitengestützter Breitband-Internetzugang genutzt. Diese kann zum Beispiel über bestehende Satellitenbetreiber wie Eutelsat oder Astra Sat erfolgen. Beim Internetzugang über Satellit werden zwischen zwei Satellitenkommunikationsdiensten unterschieden; nämlich zwischen 1-Weg und 2-Weg-Satellitenverbindungen.
Aufbau einer Internetverbindung über Satellit
Auf dem Computer wird wie gewohnt eine Internet-Adresse in den Browser eingegeben. Der Browser leitet die Anfrage an den lokalen Proxy weiter. Der Proxy sendet die Daten an den Satellit weiter und dieser holt sich die gewünschten Daten beim entsprechenden Webserver. Die Daten werden an den lokalen Proxy zurück gesendet und es wird die entsprechende Webseite im Browser angezeigt. Dieses Verfahren gilt beim Upstream und beim Downstream.
1-Weg-Satellitenverbindung
Bei der 1-Weg-Satellitenverbindung (Satellitenverbindung mit terrestrischem Rückkanal) wird nur eine Verbindung über Satellit hergestellt. Die zweite Verbindung wird über eine terrestrische Verbindung hergestellt. Für den Downstream wird die Satellitenverbindung genutzt, bei dem die Bandbreite je nach Anbietern (zwischen 256 kbit/s bis 2048 kbit/s) variiert. Der Upstream erfolgt über konventionelle Verbindungen wie Modem, DSL oder für unterwegs über GPRS. Daher ist es wichtig, dass beide Medien (Satellit und DSL) zur Verfügung stehen. Der Vorteil der 1-Weg-Satellitenverbindung besteht darin, dass Satellitenübertragungsraten billiger sind als bei terrestrischen Verbindungen.
2-Weg-Satellitenverbindung
Bei der 2-Weg-Satellitenverbindung werden - wie es der Name schon sagt - beide Verbindungen über den Satellit hergestellt. Also Down- und Upstream. Die Übertragungsraten liegen beim Upstream zwischen 64 kbit/s und 1000 kbit/s. Beim Download ist die Übertragungsrate identisch wie bei der 1-Weg-Satellitenverbindung. Technisch sind auch höhere Übertragungsraten möglich. Der Vorteil der 2-Weg-Satellitenverbindung ist, dass sie unabhängig von terrestrischen Leitungen funktionieren. Auch die Abdeckung des Satellitennetzes ist grösser als jene der Telefonleitung und Ausfälle und Störungen sind bei Satelliten auch geringer. Kurz gesagt, liegt der Unterschied von einer 1-Weg-Satellitenverbindung zu einer 2-Weg-Satellitenverbindung darin, dass bei einem Verfahren der Up- und Downstream über Satellit erfolgt und beim anderen der Donwstream über Satellit und der Upstream über eine terrestrische Verbindung. Für welche Variante man sich nun entscheidet hängt stark von den örtlichen Gegebenheiten ab und für welchen Zweck man das Internet nutzen will. In Zukunft wird die Satellitentechnik noch so ausgebaut, dass auch höhere und schnellere Übertragungsraten als bisher möglich sind, was das Angebot an der Internetübertragung über Satellit attraktiver machen wird.