
KU Band
Das Ku-Band ist ein Frequenzband und wird vorrangig in der Satelitenkommunikation verwendet, für den Uplink im Frequenzband zwischen 14 GHz und 18 GHz und im Downlink im Frequenzband zwischen 10,7 GHz bis 12,75 GHz. Die Bezeichnung "u" steht für "unter" und soll aussagen, dass das Ku-Band direkt unter dem K-Band (Radar- und Mikrowellenband) liegt, im Frequenzbereich zwischen 12 GHz und 18 GHz. Der Wellenlängenbereich liegt zwischen 2,5 cm und 1,7 cm.
Unterbänder vom Ku-Band sind das FSS-Band für Fixed Satellite Services (FSS) und das BSS-Band für Broadcast Satellite Service (BSS). Der Frequenzbereich des FSS-Bands reicht von 10,7 GHz bis 11,7 GHz, der des BSS-Bands von 11,7 GHz bis 12,5 GHz. Zwischen den offiziellen und den tatsächlich genutzten Frequenzen bestehen Unterschiede. Die Sendefrequenzen liegen zwischen 12,75 und 14,5 GHz, die Empfangsfrequenzen im 11 GHz-Bereich zwischen 10,7 und 11,7 GHz sowie im 12 GHz-Bereich zwischen 12,25 und 12,75 GHz. Grundsätzlich handelt es sich um einen Frequenzbereich elektromagnetischer Wellen, innerhalb dessen in Europa fast alle Satellitenübertragungen von Fernseh- und Hörfunkprogrammen stattfinden. Dies gilt sowohl für die Distribution, die digitale und analoge Fernsehausstrahlung über Satellit, als auch für die Contribution, den Austausch von Programmen zwischen den Rundfunkanstalten sowie für die SNG. Einige Radio-Frequenzen werden sogar für die Erkennung von Fahrzeuggeschwindigkeit durch Strafverfolgungsbehörden, insbesondere in Europa, verwendet. Auch benutzt beispielsweise das Radaraltimeter (aktives Mikrowellengerät, das die Wasseroberfläche unter dem Einfallswinkel Null bestrahlt) auf den ERS-Satelliten einen Ku-Band-Sender mit 13,8 GHz, der senkrechte Mikrowellen abstrahlt und die Laufzeit des Echos misst. Daraus lassen sich Daten über Wellenhöhe, Wind, Meerespiegelhöhe, Gezeiten, Eisflächen und Geoidgestalt ableiten.
Jedes Satellitensystem, wie z. B. Astra oder Eutelsat, verwendet einen bestimmten Teil des Frequenzbandes. Gegenüber dem C-Band können zwar kleinere Antennen verwendet werden, schlechte Wetterbedingungen haben jedoch eine stärkere Auswirkung auf die Übertragungsqualität. Dennoch kann in Europa mittels einer Ku-Band-Drehanlage eine beachtliche Anzahl uncodierter internationaler Programme empfangen werden. Im Ku-Band können Abstrahlungen wesentlich stärker gebündelt in ein bestimmtes Zielgebiet gerichtet werden als dies im 4 GHz Bereich (C-Band) möglich ist. Konkret gesagt, im C-Band muss die Satellitenschüssel etwa viermal so groß sein als dies im KU-Band Bereich notwendig wäre., was einen großen Vorteil darstellt.